01/03/2014

Jede noch so erfolgreich durchgeführte Operation hinterlässt ein mehr oder minder auffälliges Volumen an vernarbtem Gewebe, welches das chirurgische Ergebnis mitunter erheblich einschränken kann. Erprobte postoperative Methoden – wie z.B. eine fraktionierte, non-ablative Lasertherapie – erreichen oft nicht nur eine weitergehende Optimierung des ästhetischen Resultats, sondern tragen auch zur Patientenzufriedenheit und damit -bindung bei.

 

2a

Abb. 2

Herkömmliche Methoden konnten bis dato kaum langanhaltende Behandlungserfolge bei allen Hauttypen liefern sowie selten eine gleichzeitige Verbesserung der Pigmentierung und Niveau-Unregelmäßigkeit des Narbengewebes erreichen. Nun hat erstmals ein Laser die FDA-Zulassung zur Behandlung von Dehnungs- und Schwangerschaftsnarben erhalten. Es handelt sich beim Lux 1540 Fractional (Cynosure GmbH) um einen nicht-ablativen fraktionierten Erb:GLASS-Laser der Wellenlänge 1540 nm mit unterschiedlichen Optiken je nach Indikation. Da Cynosure-Palomar u.a. auch das Patent auf die non-ablative, fraktionierte Technologie hält, stand ein entsprechend reicher Erfahrungsschatz bei dieser Entwicklung Pate.

Abb. 1a und 1b

 

Eine 2011 im Aesthetic Surgery Journal veröffentlichte Studie an 51 Patienten mit Hauttyp II bis IV zeigte Verbesserungen bei Striae rubra und Striae alba nach 3 Behandlungen zwischen 51% und 75%. Die positiven Veränderungen ergaben sich sowohl in Hinblick auf eine Pigmentverbesserung bei Hypo- und Hyperpigmentierungen wie auch auf eine Niveau-Angleichung bei beiden Arten der Striae. Histologisch zeigte sich vor der Behandlung eine geringe Anzahl an zerstreuten elastischen Fasern in der retikulären Dermis. Einen Monat nach der letzten von 3 Behandlungen zeigte sich eine deutlich erhöhte Anzahl und gleichmäßigere Anordnung an elastischen und kollagenen Fasern sowie eine Verdickung der Epidermis und Dermis. Nachuntersuchungen nach 18 und 24 Monaten zeigten keine Rezidive. Insgesamt zeigte sich die 1540 nm Laserbehandlung als effektive und gleichzeitig sichere Methode mit minimiertem Risiko an PIH.

Lux 1540

Abb. 4

Die Microbeams des Lux 1540 Fractional erreichen sicher Temperaturen zur Kollagendenaturierung und lassen unbehandelte Brücken für eine schnellere Heilung stehen. Eine langfristige Kollagenneubildung ist die Folge. Das Handstück des Lux 1540 Fractional lässt sich mit 4 verschiedenen Optiken ausstatten, die je nach Indikation, Schwere des Ausgangsbefunds und gewünschter Eindringtiefe gewählt werden können. Die diversen Spotgrößen, Abstände der Microbeams, die variablen Energiedosen, Pulsweiten und die unterschiedliche Anzahl an Microbeams der jeweiligen Optiken lassen sehr individuelle Anwendungen zu. Die einzigartige Matrix der Linsen sowie die Anwendungstechnik in Kaskadenform führen zu einer optimalen Dichte der Mikrohitzesäulen und zu einer hohen und gleichmäßigen Eindringtiefe vom ersten bis zum letzten Durchgang. Eine konstante Kontaktkühlung sorgt für hohe Sicherheit und hohen Patientenkomfort.

Die neueste Entwicklung ist die so genannte XD-Linse, mit der eine für eine non-ablative Technik sehr hohe Eindringtiefe (XD = extra deep) erzielt werden kann (bis zu 1,9 mm bei pulse stacking, also Mehrfachpulsen). Kleine Saphirpins werden auf die Haut gedrückt, so dass ein “waffelähnliches” Muster entsteht. Die Kompression sorgt für eine um 20-50% erhöhte Endringtiefe im Vergleich zur gleichen Technologie ohne Kompression. Parallel wird die Absorption in Hämoglobin und Wasser verringert und eine geringere Lichtstreuung erreicht. Unregelmäßigkeiten insbesondere bei Striae können durch die Kompression besser überwunden werden und erzielen so ein homogenes Ergebnis. Gleichzeitig führt diese Technologie zu einer geringeren Erwärmung der Dermis/Epidermis-Junktion und der papillären Dermis und reduziert Nebenwirkungen um 15-30%. Das Verfahren lässt sich auch sicher bei dünner Haut wie am Hals, an der Brust und an den Händen und Armen einsetzen. Der Patient empfindet die Behandlung als wenig schmerzhaft, insbesondere die Kompression der XD-Linse vermindert Schmerz erheblich.

XD

Abb.5

Bei diesem nicht-invasiven Verfahren entsteht keine Blutung, kein Nässen und keine Infektion. Rasieren, Waschen und Schminken sind sofort nach der Behandlung möglich. Je nach Ausgangsbefund werden 3-5 Behandlungen im Abstand von 3-4 Wochen empfohlen. Als Nebenwirkungen werden ein leichtes Erythem sowie Ödem beschrieben, die beide innerhalb kurzer Zeit abklingen. Das Verfahren ist an das geschulte Praxispersonal delegierbar.

Über die Behandlung von chirurgischen Narben hinaus erzielt der Lux 1540 Fractional auch sehr gute Ergebnisse bei Aknenarben, Striae sowie bei kleinen Fältchen. Ebenso wurden erfolgreiche Behandlungen von Melasmen beobachtet. Eine Vielzahl von Studien, z.B. für die Behandlung von chirurgischen und post-traumatischen Narben, wurde bereits veröffentlicht.

Große Flexibilität dank behandlungsspezifischer Handstücke

Die Flexibilität der modularen IPL- und Laserstation Icon™ gilt als vorbildlich: Der individuellen Entwicklung einer Praxis kann mit einer überschaubaren Investitionen in ein neues, behandlungsspezifisches Handstück jederzeit Rechnung getragen werden.

MaxG™

MaxG Optimized Light handpiece

Abb. 6

Die vielseitige Blitzlampe der neuesten Generation überzeugt in mehrfacher Hinsicht: Zum einen durch eine beachtenswerte Anzahl neuer und zum Teil patentierter Technologien, zum anderen durch eine extrem hohe Leistung sowohl bei kurzen als auch langen Impulsen (3-100 ms, 80J/cm2). Die für die optimale Licht-Bandbreite entwikkelte “duale Filtertechnik“ emittiert zeitgleich zwei Wellenlängenspektren im Bereich von 500-670 nm und 870-1.200 nm. Dieses geschieht, um selektiv die Absorptionsspitzen von Hämoglobin zu treffen und bevorzugt Blut zu erwärmen, und zwar unter Aussparung eines weniger effektiven, vorrangig Melanin absorbierenden Spektrums.

Neben anderen technologischen Raffinessen erlaubt diese Systematik eine ebenso sichere wie effiziente Behandlung fast aller vaskulären Erscheinungen, vom kleinen Angiom über Teleangiektasien, großflächige Couperose, Rosacea und Erythrosen bis hin zu Feuermalen. In Vergleichsstudien mit einem langgepulsten Farbstofflaser, einem langgepulsten KTP-Laser und traditionellem IPL zeigte das MaxG™-Konzept die besten Ergebnisse und zugleich die geringsten Nebenwirkungen bei der Behandlung vaskulärer Läsionen im Gesicht.

 

MaxRs

Abb. 7

MaxR™ und MaxRs™

Hier handelt es sich um OPL-Handstücke für die permanente Haarreduktion. Sie sind empfehlenswert für alle Hauttypen von hell bis dunkel. Eine üppige oder kleine Spotgröße ermöglicht die schnelle Behandlung ausgedehnter oder umgrenzter Flächen.

 

 

Abb. 8

1064™+ Laser

Leistungsstark und trotzdem schmerzarm: Der 1064+ Laser beseitigt auf komfortable Weise eine Vielzahl an störenden Gefäßen – von den kleineren roten Gefäßen bis hin zu größeren blauen, retikulären Besenreisern. Dabei ist er durch anpassbare Spots für viele Gefäßgrößen flexibel einsetzbar. Überdies reduziert er unerwünschten Haarwuchs in schwer zu behandelnden Bereichen bei den Hauttypen V und VI dauerhaft.

 

 

Skintel

Abb. 9

Intelligentes Sicherheits-Plus: Der Melanin-Reader Skintel™

Das integrierte Melanin-Messgerät Skintel™ ermittelt den aktuellen Melaningehalt des Behandlungsareals. Die Daten aus mindestens drei kurzen Messungen auf der Haut werden via Bluetooth an die Datenbank des Icon™ übertragen und bilden die Grundlage für ebenso sichere wie effektive Behandlungsparameter bei jeder Anwendung.

 

 

Anwenderstatement:

Feise“Auf die Reduktion der Auffälligkeit von Narbengewebe, insbesondere im Hinblick auf Erhabenheit und Farbgebung, legt die Rosenpark Klinik großen Wert – nicht nur nach chirurgischen Eingriffen. Einschränkungslos bewährt hat sich dabei der Einsatz des fraktionierten 1540-Lasers von Cynosure-Palomar, mit dem sich innerhalb weniger Sitzungen überzeugende Ergebnisse erzielen lassen. Geringe Nebenwirkungen und Schmerzsensationen tragen ebenso zum Patientenkomfort bei wie die kurze Downtime. Dabei ist die neue XD-Linse in der Kollegen- und Patientenschaft gleichermaßen beliebt: Sie ermöglicht eine noch größere Eindringtiefe, was bei der durchaus komplizierten Behandlung von Narben und Dehnungsstreifen erhebliche Vorteile bietet.”
– Dr. med. Konstantin Feise, Rosenpark Klinik Darmstadt

 


Untertitel der Abbildungen:

  • Abb. 1a und 1b: Erscheinungsbild vor (l.) bzw. nach (r.) der Narbenbehandlung.
  • Abb. 2: Flexible Plattform mit IPL und Laser: Der Icon™ lässt sich z.B. für die nachhaltige Verbesserung von Narben, Striae, Besenreisern, pigmentierten und vaskulären Läsionen oder unerwünschtem Haarwuchs einsetzen.
  • Abb. 3 (Titelbild): Intuitive und komfortabele Menuführung des Icon™.
  • Abb. 4: Bei dem Lux 1540 Fractional handelt es sich um ein Laserhandstück, das an das modulare Licht- und Laser-System Icon™ angeschlossen werden kann. Diese Plattform ist mit weiteren Handstücken individuell erweiterbar.
  • Abb. 5: Punktkompression mit der XD-Linse.
  • Abb. 6: MaxG™-Handstück für die Behandlung pigmentierter und vaskulärer Läsionen.
  • Abb. 7: MaxRs™-Handstück für die permanente Haarreduktion.
  • Abb. 8: 1064™+-Handstück für die effiziente Gefäßbehandlung und permanente Haarreduktion.
  • Abb. 9: Melanin-Messgerät Skintel™.

Quelle:
Ästhetische Dermatologie, 3 / 2014.
mdm Verlag für Medizinische Publikationen