22/09/2014

Störende Beingefäße, insbesondere Besenreiser, gehören mittlerweile zu den meistgenannten Schönheitsmakeln überhaupt. Die auffällig veränderten Venen beeinträchtigen oft nicht nur Aussehen und Wohlbefinden der Patienten, sondern stellen als Vorstufen von Varizen auch ein durchaus ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko dar.

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Abb. 1: 1064+ Laser – leistungsstark und trotzdem schmerzarm. Der 1064+ Laser beseitigt störende Beingefäße – von den kleineren roten Gefäßen bis hin zu größeren blauen, retikulären Besenreisern. Anpassbare Spots machen ihn für viele Gefäßgrößen einsetzbar. Ebenso kann unerwünschter Haarwuchs in schwer zu behandelnden Bereichen bei den Hauttypen V und VI auf Dauer reduziert werden. Eine intelligente Handstück-Ergonomie sowie ein ausgezeichnetes Sichtfeld auf das Behandlungsareal erleichtern die Anwendung.

Für die Behandlung entsprechender Indikationen haben sich neben Unterspritzungen Nd:YAG-Konzepte erfolgreich etabliert. Da Sklerosierungen nicht jederzeit zu einem umfassenden
Ergebnis führen bzw. schmerzempfindliche Patienten einer Injektionsbehandlung oft kritisch gegenüber stehen, kann das Angebot einer hochwertigen Laserbehandlung sinnvoll sein.

Gute Systeme gestalten eine entsprechende Anwendung heutzutage ebenso leistungsstark wie schmerzarm. Hilfreich ist hierbei u.a. eine effiziente Stempelkühlung vor, während und nach dem Energie-Eintrag, wie sie beispielsweise der bis zu 700 Joule starke 1064+ Laser (Palomar Medical Technologies, Hamburg) aufweist (s. Abb. 1). Von unbedingtem Vorteil für eine schmerzreduzierte Sitzung ist ebenso ein gleichmäßiger Impuls, wie ihn etwa das moderne Smooth-Pulse-Prinzip verwirklicht (s. Abb. 2): Hierbei wird vor allem eine unerwünschte Überhitzung der Epidermis mit allen entsprechenden Nebenwirkungen weitgehend vermieden. Konventionelle Technologien hingegen geben i.d.R. einen Impuls von 250 Mikrosekunden ab, der zu einem 1 Millisekunden-Impuls “gedehnt” wird. Hierzu emittiert der Laser mehrere Impulse, um eine Pulsfolge in gewünschter Länge zu erreichen, was der Patient als schmerzvoll empfinden kann. Mehrere Spotgrößen, die sich beim o.g. Palomar-System bequem per Taster durchschalten lassen, machen ein Lasersystem für unterschiedlich ausgeprägte Läsionen einsetzbar.

Auf den Hauttyp kommt es an

Der Hauttyp spielt bei der Therapie eine denkbar wichtige Rolle: Für die Klassen I-III empfehlen sich Pulsweiten von 20 ms, tieferliegende Gefäße oder solche mit mehr als 1 mm Durchmesser erfordern meistens 40 ms. Je nach Ermessen des Arztes können aber auch niedrigere oder höhere Energiemengen appliziert werden. Nach der Lasertherapie ist i.d.R. eine blaue Verfärbung des Gefäßes zu beobachten, bisweilen auch ein Sofortergebnis.

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Abb. 2: Smooth Pulse Technology. Außergewöhnlich hohe Energiedosen können mit dem 1064+ dank eines langen Rechteck-Impulses risikofrei appliziert werden (links).

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Abb. 3a-b: Erscheinungsbild vor (l.) bzw. nach 2 Sitzungen (r.)

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Abb. 4a-b: Erscheinungsbild vor (l.) bzw. nach 2 Sitzungen (r.)

 

Nach der Laseranwendung

  • Der Behandlungsverlauf stellt sich i.d.R. wie folgt dar:
  • Nach einer sichtbaren Farb- und Konturveränderung zieht sich das behandelte Gefäß zusammen und wird abgebaut.
  • Kleinere Gefäße werden sofort abgebaut.
  • Größere, bläulich verfärbte Gefäße kontrahieren zunächst.
    Bisweilen sind Erytheme und Ödeme nach einer Behandlung zu beobachten. In den meisten aller Fälle klingen
    diese Erscheinungen binnen 4 Wochen ab.
  • Folgebehandlungen sind nach 10-12 Wochen möglich.

Behandlungskomfort “zu Hause”

Nach der Gefäß- bzw. Besenreiser-Behandlung sollte das behandelte Areal gut gekühlt werden – die Verwendung von Kühlpacks zu Hause ist anzuraten. Das behandelte Bein sollte im Nachhinein noch 24 Stunden hochgelagert werden. Danach sind den Patienten kurze Spaziergänge, Steroidsalben und Stützstrümpfe zu empfehlen. Heiße Bäder und sportliche Anstrengungen sind mindestens drei Tage lang zu vermeiden, im Idealfall bis zu zwei Wochen. Gegen die Gefahr von Hyperpigmentierungen sollten die Patienten von Sonnenexpositionen vorerst absehen. Später können Pflegeprodukte mit besonders hohen Lichtschutzfaktoren aufgetragen werden.

Anwenderstatement

“Effizienz und Behandlungskomfort haben mich am Konzept 1064+ überzeugt. Individuell anpassbare Spotgrößen – bequem per Taster wählbar – erlauben den Einsatz des Palomar Nd:YAG-Lasers bei unterschiedlich großen Gefäßen. Wie tief diese im Gewebe liegen, spielt dabei eine untergeordnete Rolle, denn Leistung bietet das System in Hülle und Fülle. Komfortabel für die Patienten: Die überdurchschnittlich starke Kühlung vor, während und nach dem Laserimpuls. Einer Überhitzung des Gewebes wird mit dieser Technologie umfassend entgegengewirkt. Schöner Nebeneffekt für den Arzt: Kostenintensive Verbrauchsmaterialien zur Hautkühlung entfallen. Die überdurchschnittlichen Erfolge, die sich mit dem 1064+ Nd:YAG in der Gefäßbehandlung und permanenten Haarreduktion erzielen lassen, resultieren in einer merklichen Zufriedenheit und Praxistreue meiner Patienten.”

– Dr. Wolfgang Koenen, Bad Dürkheim

 


Quelle:
Ästhetische Dermatologie, 3 / 2013.
mdm Verlag für Medizinische Publikationen