09/09/2016

Sondermagazin Dr. Klönschnack 8/2016 | Neuer Laser hilft ohne OP – Er ist klein, leicht zu übersehen, sehr unscheinbar und hört auf den Namen „MonaLisa Touch“. „Dieser neue Medizin-Laser hilft Frauen, die an Belastungsinkontinenz, Scheidentrockenheit (Vaginalatrophie) und Schmerzen nach der Geburt leiden“, erklärt Prof. Dr. Kai Bühling, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Schwerpunkt Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin sowie Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin.

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Prof. Bühling erklärt den neuen Laser zur schonenden Behandlung von Problemen und Schmerzen im Intimbereich

Prof. Bühling ist einer von wenigen in Deutschland und der Einzige in Norddeutschland, der dieses neue Gerät einsetzt. Bei der Laserbehandlung werden in dem überdehnten Bindegewebe sowie in der Muskulatur Mikroverletzungen gesetzt, wodurch sich das Gewebe regeneriert und schließlich neu gebildet wird.

„Durch die Anwendung der lokalen Laserapplikation kommt es zu kleinen Mikroverletzungen“, erklärt Prof. Bühling. „Der Körper bildet dann neues Bindegewebe. Die Durchblutung wird angeregt und die Schleimhautbedingungen verbessern sich sichtlich und zügig. Der Unterschied ist bereits nach der ersten Behandlung erkennbar, auch wenn im Allgemeinen drei aufeinanderfolgende Behandlungen empfohlen werden.“ Das regenerierte Bindegewebe stellt die benötigte Festigkeit wieder her. Vor allem Frauen, die bei körperlicher Anstrengung, z. B. beim Sport, beim Niesen oder beim Heben von Lasten ungewollt Urin verlieren, kann dieses neue, nichtinvasive Verfahren helfen. Die Belastungsinkontinenz ist ein häufiges Symptom einer Bindegewebsschwäche bei Frauen.

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Der Laser stimuliert und regeneriert den Vaginalbereich.

„Darüber hinaus ist der große Vorteil dieser neuen Technik, dass sie für Patientinnen infrage kommt, für die eine Operation aufgrund eher geringer Beschwerden noch nicht angezeigt ist. Gleichfalls hilfreich ist die Therapie für Patientinnen mit einer hormonmangelbedingten Scheidentrockenheit, die keine lokale Hormontherapie anwenden möchten oder aus gesundheitlichen Gründen dürfen. Vorteilhaft ist die einfache Durchführung: Die eigentliche Behandlung, die im Scheidenbereich völlig ohne Anästhesie und im Bereich um die Scheide mit einem Anästhesiegel durchgeführt wird, dauert nämlich nur etwa fünf Minuten“, sagt Prof. Bühling. OP-bedingte Risiken wie Überempfindlichkeiten, Entzündungen oder Verletzungen kommen nicht vor.

Es entstehen keine Ausfallzeiten für die Patientinnen.Üblicherweise sind drei Behandlungen notwendig. Sollte der Effekt dann über die Jahre abnehmen, können Auffrischungsbehandlungen durchgeführt werden.

 

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