06/06/2013

Flexibilität boomt. In bemerkenswerter Regelmäßigkeit öffnet der moderne medizinische Markt einträgliche Nischen für exklusive Hautbehandlungen. Wohl dem, der sich anpassungsfähig organisiert hat.

 

Effizienzsteigernde Dualband-Filter erlauben die abgabe von zwei Wellenlängenspektren.

Abb. 2: Effizienzsteigernde Dualband-Filter erlauben die Abgabe von zwei Wellenlängenspektren.

Patientenfragen nach speziellen ästhetischen Behandlungen häufen sich: Multimediale Wege wie Internet oder Fernsehen informieren nahezu täglich eine durchaus ansehnliche Anzahl potentieller Interessenten über neue und bewährte Verfahren für ein besseres Aussehen. So sprechen die aktuellen Zahlen für sich: Mit einem zu erwartenden Umsatz von 64 Millionen Euro im laufenden Jahr hat der Lasermarkt seit 2009 mehr als 50 Prozent Anteil hinzugewonnen [Vgl. Frost & Sullivan 2005-2010; Statistisches Bundesamt]. Traditionell gut nachgefragt ist die permanente Haarreduktion mittels Pulslicht oder Laser, dicht gefolgt von fraktioniertem Skin Resurfacing oder der Behandlung (großflächiger) vaskulärer und pigmentierter Läsionen.

Diese denkbar günstige Marktsituation hält der ärztlichen Praxis die überlegenswerte Chance offen, mit einem attraktiven ästhetischen Behandlungsangebot zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Wer die hierfür notwendigen Investitionen überschaubar halten möchte, sollte sein Augenmerk dabei auf ein preisgünstiges Allround-System mit modularem Charakter lenken. Ein solches bietet den erheblichen Vorteil, einzeln zu erwerbende Pulslicht- und Laserhandstücke für verschiedene Indikationsfelder an eine kompakt gebaute Basis anzuschließen und die beste Zusammenstellung für die jeweils aktuelle Praxissituation zu verwirklichen.

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Abb. 3: Smooth-Pulse-Technology – hohe Energiedosen können dank eines langen Rechteckimpulses risikofrei eingetragen werden.

Die entsprechend flexible Gestaltung des Behandlungsportfolios birgt dabei ganz klassische Wettbewerbsvorteile: Neben einem zu erwartenden Imagegewinn durch den Einsatz neuester Technologien reduziert sich vor allem die Überweisung von Patienten an andere Praxen. Darüber hinaus optimiert die Delegierbarkeit etlicher Anwendungen die personelle Auslastung und verspricht dadurch höheren Gewinn. Dieses macht eine entsprechende Investition nicht nur für Praxisneugründungen interessant: Schon mit zwei unterschiedlichen Handstücken kann ein relativ breites und damit gewinnbringendes Spektrum vom Praxisteam abgedeckt werden.

Bei der Auswahl einer entsprechenden Technologie sollte auf bestimmte Qualitätsmerkmale genau geachtet werden. So sollte das Lichtsystem vor allem über ein gutes Filtersystem verfügen, um die Exposition unerwünschter Wellenlängen auszuschließen. Ein gutes Beispiel hierfür ist etwa die duale Filtertechnik bei der Behandlung von Gefäßen: Sie filtert einen wenig effizienten Wellenlängenbereich innerhalb des Lichtspektrums heraus und ermöglicht damit die Applikation höherer Energiedosen bei gleichbleibender Sicherheit (s. Abb. 2).

Einen weiteren Vorzug bieten Lichtleitsysteme, die auch größere Mengen von Lichtenergie nutzbar machen, ohne die Epidermis einer übermäßigen Erhitzung auszusetzen. Hier stehen sich die Konzepte „Single Pulse“ und „Multiple Pulses“ gegenüber, mit erkennbarem Vorsprung für den Single Pulse durch ein ausgewogeneres Verhältnis von Behandlungssicherheit und Höhe der Energiedosis (s. Abb. 3).

Photonenrecycling mittels intelligenter Spiegelsystematik verbessert die lichtausbeute erheblich.

Abb. 4: Photonenrecycling mittels intelligenter Spiegelsystematik verbessert die Lichtausbeute erheblich.

In diesem Zusammenhang ist die bestmögliche Lichtausbeute von Belang. Verwirklicht ein System ein so genanntes „Photonenrecycling“, so wird durch eine ausgeklügelte Spiegelanordnung im Applikator die üblicherweise durch Streuung verlorengehende Energie auf die Haut zurückgeführt, was die Lichtausbeute pro Impuls deutlich erhöht (s. Abb. 4). Auf diese Weise lassen sich überzeugende Ergebnisse häufig schon in wenigen Sitzungen erreichen.

Für eine sichere und den Patienten haptisch angenehme Behandlung ist eine möglichst starke Kontaktkühlung des Behandlungssystems wichtig. Diese sollte auch in längeren Sitzungen nicht an Leistung nachlassen, ebensowenig wie die passive Kühlung der technischen Komponenten. Ein doppeltes Kühlsystem im Laser- oder Blitzlichthandstück kann dieser Anforderung Rechnung tragen.

Fazit

Ein solides Fundament ist der Ursprung allen Erfolgs. In der modernen ästhetischen Medizin, die permanent eine Vielzahl von Trends mit entsprechender Nachfrage hervorbringt, bedeutet das vor allem ein vernünftiges technologisches Equipment, das einer individuellen Praxisentwicklung alle Türen offen lässt. Eine gute Möglichkeit kann ein Licht und Lasersystem mit modularer Ausrichtung sein (z.B. Star- Lux 300, Palomar Medical Technologies). Ganz grundsätzlich sollte ein hochwertiges Konzept für folgende Behandlungsfelder ausbaufähig sein:

  • Permanente Haarreduktion
  • Pigmentierte und vaskuläre Läsionen
  • Falten
  • Narben
  • Dehnungsstreifen
  • Besenreiser
  • Hautverjüngung
  • Akne
  • Skin Resurfacing

Entscheidend ist, dass eine anwendungssichere Technologie eine potentielle Behandlungsvielfalt zu erschwinglichem Kurs ermöglicht. Auf diese Weise steht der stetigen Erweiterung und Individualisierung des Portfolios auf Jahre hinaus nichts mehr im Wege.


Quelle:
Ästhetische Dermatologie, Juni / 2013.
Sonderheft: „Den ästhetischen Markt fest im Griff“
mdm Verlag für Medizinische Publikationen