03/06/2013

Die Nachfrage nach nicht-invasiven, schonenden Behandlungen zur Hautverjüngung, Minimierung von Fältchen und zur Beseitigung von Alterserscheinungen wie z.B. Pigmentstörungen hat in den vergangenen Jahren enorm zugenommen. Patienten wünschen sich zunehmend eine schmerzarme, unkomplizierte Behandlung ohne Anästhesie und insbesonders mit kurzer Ausfallzeit, um schnell wieder gesellschaftsfähig zu sein.

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Abb. 1: Emerge™ Fractional Laser.

Mit dem Emerge™ Fractional Laser (Fa. Palomar Medical Technologies GmbH, Hamburg) kommt nun erstmals ein kleines, kompaktes und gleichzeitig leistungsstarkes Lasersystem zum nicht-ablativen Skin Resurfacing auf den Markt.

Der Hersteller greift hierbei – als Erfinder des mikrofraktionierten Laser Skin Resurfacings – auf seine langjährige diesbezügliche Expertise zurück. Eine bewährte, durch zahlreiche Studien belegte Technologie wird nun erstmals in einem erstaunlich kompakten System angeboten.

Mit dem Emerge™ Fractional Laser erzielt der Anwender eine Verbesserung der Hautstruktur und minimiert moderate Falten und Linien sowie Pigmentstörungen. Auch die Behandlung von Dehnungs- und Schwangerschaftsstreifen, Narben sowie die Hautverjüngung an Hals, Dekolleté und Händen ist möglich. Der Emerge™ Fractional Laser emittiert Laserlicht der Wellenlänge 1410 nm, basierend auf langlebiger Diodentechnologie.

Dem neuen Gerät liegt das Wirkprinzip der fraktionierten Photothermolyse zugrunde. Impulse werden als Reihe von Mikrostrahlen emittiert, um Koagulationssäulen in der Epidermis und Dermis zu erzeugen, während das umliegende Gewebe unbehandelt bleibt. So kann der natürliche Heilungsprozess des Körpers neues, gesundes Gewebe aufbauen, das die koagulierten Bereiche ersetzt. Die oberste Hautschicht bleibt bei diesem nicht-ablativen Skin Resurfacing intakt. Bei den beobachteten Nebenwirkungen handelt es sich i.d.R. lediglich um Erytheme und Ödeme. Nach nur kurzer Abheilzeit ist der Patient wieder gesellschaftsfähig.

Eine komplette Gesichtsbehandlung mit 2-3 Passes dauert ca. 15 Minuten. Zwischen 4 und 6 Behandlungen im Abstand von 1-2 Wochen werden je nach Befund empfohlen.

Beim Emerge™ Fractional Laser handelt es sich um einen Laser der Schutzklasse 2b, der somit ohne Beisein des Arztes vom Praxis- oder Institutspersonal rasch und unkompliziert eingesetzt werden darf. Ein Kontaktsensor erkennt den Kontakt zwischen Applikator und Haut und löst nur bei vollständigem Kontakt einen Impuls aus, was die sichere Anwendung des Systems garantiert. Seine kompakte Größe macht ihn transportabel und platzsparend. Das System arbeitet ohne Verbrauchsmaterialien. Eine Anästhesie ist nicht notwendig.

Eine intuitive Benutzeroberfläche und Parametervoreinstellungen für die wichtigsten Indikationen ermöglichen eine einfache Behandlung. Der Anwender kann zwischen drei Behandlungsarten wählen:

  1. Manuelles Scannen
    Der Anwender setzt den Applikator auf und löst manuell einen Impuls aus.
  2. AutoStamp™
    Bei jedem Aufsetzen auf die Haut löst das System automatisch einen Impuls aus.
  3. AutoGlide™
    Der Anwender zieht den Applikator ohne abzusetzen über die Haut; die Impulse werden in vom Anwender vorgewählter Geschwindigkeit automatisch abgegeben, was zu kurzen Behandlungszeiten bei größeren Arealen führt. Bei jedem Impuls wird eine Fläche von 8 x 12 mm mit zahlreichen Impulsen abgescannt. Behandlungsparameter wie z.B. Leistung oder Dichte der Mikrosäulen können individuell eingestellt werden, sollte der Anwender nicht eines der voreingestellten Programme nutzen wollen.
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Abb. 2: Zustand jeweils vor (l.) bzw. 3 Monate nach der Behandlung (r.) mittels Emerge™ Fractional Laser.

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Abb. 3: Zustand jeweils vor (l.) bzw. 3 Monate nach der Behandlung (r.) mittels Emerge™ Fractional Laser.

Fazit

Mit dem Emerge™ Fractional Laser, der sowohl eine FDA als auch eine CE-Zulassung aufweist, steht einer modernen Praxis ein kompaktes und gleichzeitig leistungsstarkes System für eine Palette an vielfach nachgefragten ästhetischen Behandlungen zur Verfügung. Durch die Delegierbarkeit an das Praxis- oder Institutspersonal kann er zu einer raschen Amortisation beitragen und ein zusätzliches, lukratives Standbein der Praxis werden. Das Gerät stellt darüber hinaus eine optimale Ergänzung zu Fillern und Botulinumtoxin dar und ist zudem eine sanfte Ergänzung zu einem bereits vorhandenen Laser für das ablative Resurfacing.


Quelle:
Ästhetische Dermatologie, Juni / 2013.
Sonderheft: „Den ästhetischen Markt fest im Griff“
mdm Verlag für Medizinische Publikationen